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»Es ist normal,
verschieden zu sein«
(Richard von Weizäcker)


Dickes Dankeschön an alle Helfer

Gelbe Rosen, Musik und ein Programm bis spät in die Nacht: Der Ostalbkreis hat seine engagierten Bürgerinnen und Bürger mit einem großen Fest auf Schloss Kapfenburg gefeiert.


Die Rollitanzgruppe des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg führte zwei Nummern auf. Die Feier dauert bis in die Nacht.

Um 18 Uhr werden die mehr als 1000 Gäste im Schlosshof der Kapfenburg von der Bürgerwehr Lauchheim, von Jongleuren und Artisten vom Rappenhof bei Gschwend, vom Kreisjugendblasorchester und von Christine Schlegelmilch mit ihrem Marionettentheater begrüßt. Um 19.30 Uhr betreten Landrat Klaus Pavel und Akademiedirektor Erich W. Hacker, die Bühne. Beim großen Chortreffen des Festivals Schloss Kapfenburg im vergangenen Jahr war die Idee entstanden, ein Ehrenamtsfest zu veranstalten.

„Wir haben heute Abend einen Höhepunkt nach dem anderen“, ruft der Landrat und kündigt die aus 64 Gruppen bestehende Schwäbisch Gmünder Staufersaga an. Angeführt vom Barden namens Legion marschieren die ehrenamtlichen Darsteller auf die Bühne.

Neben König und Königin dürfen Ritter, Tänzerinnen und Leprakranke nicht fehlen. Dargeboten wird ein historischer und ein orientalischer Tanz, auch die Klingen werden gekreuzt. Und wenn sich die Ritter gegenseitig entwaffnet haben, wird mit dem gekämpft. weiter gekämpft.

Mehr als 30 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind dabei. Sie alle holt Pavel auf die Bühne. Mit gelben Rosen bedanken sie sich anschließend bei den Ehrenamtlichen in ihren Bezirken. „Ihre Arbeit ist das höchste Gut“, betont Pavel.

Damit das Fest überhaupt stattfinden kann, benötigt es finanzielle Unterstützung. Dazu lässt der Landrat den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Ostalb, Andreas Götz, zu Wort kommen. „Wir sind mit 25 000 Euro dabei“, informiert er. „Wenn das so gut läuft, machen wir das jedes Jahr“, meint Klaus Pavel postwendend.

„Sie alle geben Nächstenliebe ein Gesicht.“ Ursula Richter, Dekanin

Nach zwei flotten Nummern und reichlich Applaus für die Rollstuhltanzgruppe gesellen sich Dekanin Ursula Richter, Dekan Ralf Drescher und Lauchheims Pfarrer Pius Adiele zu Pavel auf die Bühne. Die Dekanin richtet sich an die Gäste: „Sie alle geben Nächstenliebe ein Gesicht.“

Nicht nur die Kirche profitiert von der helfenden Hand, sondern auch die Politik sagt an diesem Abend Danke. „Ehrenamtliches Arbeiten bringt einen persönlich weiter“, weiß SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier aus eigener Erfahrung. Aber Ehrenamtliche sollten nicht die Arbeit von hauptamtlichen Mitarbeitern machen. Der Satz wird mit viel Applaus bedacht.

CDU-Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter hofft in der Zukunft auf jüngere Engagierte. Sein CDU-Kollege Norbert Barthle bricht eine Lanze für das Ehrenamt: „Das macht Deutschland aus – andere Länder müssen diese Dienste professionell besetzen.“

Danach geht es mit dem Programm weiter. Die Ostalbhurgler stürmen die Bühne, der Landrat Pavel darf sich als Artist versuchen. Mit „Joy of Gospel“ gibt es besinnliche und mit Herrn Stumpfes Zieh und Zupf Kapelle humoristische musikalische Einlagen, ehe der Abend mit einem Feuerwerk der Staufer beschlossen wird.


Bürgermeister verschenken gelbe Rosen an ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger – hier: Rainer Knecht aus Ellenberg.

 


Die Darsteller der Staufersaga versammeln sich auf der Bühne. Im vergangenen Jahr war die Idee entstanden, im Rahmen des Festivals Schloss Kapfenburg einen Ehrenamtstag zu veranstalten.

Benedikt Walther, Schwäbische Post